Tomosynthese

Mammographie in 3 D
Die Tomosynthese ist ein ganz neues Verfahren in der digitalen Mammographie. Dabei handelt es sich um eine spezielle Technik, die die digitale Mammographie ergänzt. Ähnlich wie bei einem Computertomographen erfasst das Gerät in einer Sequenz eine Serie von Röntgenbildern der weiblichen Brust aus verschiedenen Blickwinkeln. Der Computer konstruiert daraus eine detaillierte  dreidimensionale Ansicht des gesamten Brustgewebes.  

 

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Bei der Mammographie steht die Patientin vor dem Untersuchungsgerät. Die Medizinisch-Technische Röntgen-Assistentin (MTRA) bespricht mit der Frau den Ablauf. Diese soll das Ausmaß des Druckes auf die Brust selbst bestimmen. Mit einer Plexiglasplatte wird die Brust dann vorsichtig zusammengedrückt. Bevor der Druck zu stark wird, stoppt das Gerät und die Aufnahme wird ausgelöst. Sofort anschließend lässt der Druck automatisch nach. 

Wichtig zu wissen ist, dass die Kompression für eine gute Bildqualität wichtig ist. Die Strahlendosis bei einer komprimierten Brust ist deutlich geringer.

Es werden zwei Aufnahmen angefertigt: Eine von oben nach unten sowie eine schräg-seitliche Aufnahme. Danach werden die Aufnahmen nachverarbeitet und an die Befundungsstation übertragen. Das dauert wenige Minuten. Der Arzt führt eine Tastuntersuchung durch und bespricht dann das Ergebnis mit der Patientin. Falls erforderlich, werden zusätzliche Untersuchungen veranlasst.

Vorbereitung auf die Untersuchung

Die Mammographie sollte möglichst in der zweiten Zykluswoche (Tag 8 bis 14) durchgeführt werden. In dieser Zyklusphase ist das Drüsengewebe etwas aufgelockert, so dass einerseits die Qualität der Aufnahmen verbessert wird und andererseits die Brust nicht so druckempfindlich ist.

Bitte keine Cremes, Puder oder Deodorant auf die Haut auftragen!

Falls in der Vergangenheit schon eine Mammographie durchgeführt wurde, sollten die Voraufnahmen mitgebracht werden. Da es sich bei der Mammographie um eine Röntgenaufnahme handelt, sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen sein.

Was sind die Vorteile?

Die Tomosynthese mit ihrer dreidimensionalen Darstellung des gesamten Brustgewebes, hat gegenüber der konventionellen Mammographie den Vorteil, dass Überlagerungseffekte reduziert werden.  Auch bei dichtem Drüsengewebe ist diese lückenlose Darstellung der ganzen Brust hilfreich, um frühzeitig Veränderungen im Gewebe festzustellen. Insbesondere können  Art und Größe von Läsionen sowie Mikroverkalkungen besser als mit herkömmlichen Methoden analysiert werden. 

Einsatzgebiete:


Kosten:

Da es sich bei der Tomosynthese um eine neue Technik handelt, werden die Kosten derzeit von den gesetzlichen Krankenkassen noch nicht übernommen. Privatversicherte sollten sich bezüglich einer Kostenübernahme mit ihrer Versicherung in Verbindung setzen. Kontaktieren Sie uns, gerne geben wir Ihnen dazu Auskunft.